Schon so lange möchte ich mich dem Werkstoff Beton widmen, schon oft habe ich Eure Betonwerke bewundert und mir gedacht, das solltest Du auch mal machen.
Und dann schickte mir Johanna, die wir alle vom Creadienstag und neuerdings sogar aus dem Fernsehen kennen, ihr neues Buch zu, eine wunderbare Anleitung, wo die Grundlagen zum arbeiten mit Beton, Schritt für Schritt Anleitungen und viele schöne Betonobjekte unglaublich Lust machen, damit anzufangen. Ich kann Euch das Buch und Johannas Blog nur empfehlen!
Am Wochenende ging es los, beeindruckt von Beton habe ich mir erst mal zwei 1-kg-Packungen feinsten weißen Beton gekauft. Ich dachte nicht, dass er so fein und so weiß wird, was mir einerseits sehr gut gefällt, andererseits, es hat fast was von Gips und nicht so ganz das "archaische" von Beton.
Organisiert wie ich bin, habe ich den Gartentisch komplett mit Karton abgedeckt, Wasser, Pulver, Eimer, einen Stock zum rühren, alle möglichen Flaschen, Behälter... ich hatte da schon ein zwei ganz konkrete Ideen im Kopf, wie die Ergebnisse aussehen sollen...
Mein Mini assistierte (so wie sonst in der Küche auch) und so machten wir uns bei schönstem Sonnenschein ans anrühren... "Mami, sieht aus wie Joghurt..." jaaaaaa... so soll es sein, joghurtartige Konsistenz steht in der Anleitung!
Ich wundere mich, wie wenig Masse aus den zwei Packungen Pulver wird, aber das passt schon, wir können nicht alle Objekte machen, freuen uns also schon auf eine zweite Runde "Beton".
Da wir die Kunststoffbehältnisse vorher, wie empfohlen, mit Silikonspray einsprühen, ist das spätere herausholen kein Problem. Besonders fragil war der Versuch, eine ganz dünne Schale zu fabrizieren (zwischen zwei beschichteten Papptellern). Ich wollte aus dem schweren Werkstoff was ganz leichtes machen. Und das beim allerersten Mal... ja ich weiß schon, ein ambitioniertes Projekt. Aber, nach etwa 18 Stunden (meine Vorfreude und Ungeduld haben keine 24 Stunden durchgehalten) nahm ich den oberen, mit Steinchen beschwerten Teller herunter und oje, der Rand bröckelte. Vorsichtig aus dem unteren Teller rausschälen... etwas die ausgefransten Kanten mit Schleifklotz und Schleifpapier mit feiner Körnung (glaube es war 120er) glätten und voilà, ich mag es sehr, auch die Luftblasen.
Bei den Teelichthaltern hingegen wollte ich eine glatte, ebene Oberfläche, ganz linear und bei den Kerzenständern sollte nur das Muster der PET-Flaschen sollte wirken.
Nehmt keine zu harte Behältnisse, den Fehlen habe ich bei den kleinen Teelichtern gemacht und das rausschälen war mühsam.
Also ich bin ganz begeistert und freue mich total über meine neuen "Betonobjekte". Und wenn Ihr Lust auf Beton bekommen habt, Johannas Buch kaufen und loslegen!
Ach ja, eine Vase haben wir auch noch gemacht, aber die zeige ich Euch am Freitag :-)