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Samstag, 12. August 2017

Saures Rindfleisch... Sommer Alpenküche... World Wide Summerfood...

Rindfleisch sauer, Sommerküche, Alpenküche, Südtiroler Spezialität, für den World Wide Summerfood, Rezept auf dem Südtiroler Food- und Lifestyleblog kebo homing, foodstyling&photography


Sommerzeit, Hitzewelle... ich weiß ja nicht wie es Euch geht, aber hier südlich der Alpen war es in letzter Zeit schon sehr heiß und da kann man mittags nur kalt essen, oder? Vor ein paar Tagen gab es "a sauers Rindfleisch", so, wie meine Oma es immer gemacht hat, mit viel Zwiebel! Mein Mann liebt das sehr und hat es sich gewünscht, mit frischen Brezen und Radieschen dazu (und einem kühlen Weißbier).


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Saures Rindfleisch

1/2 kg Tafelspitz
2 Karotten
1/2 Zwiebel
ein Stückerl Lauchstange
1 Stange Sellerie
grobes Salz
weiße Pfefferkörner
Lorbeerblatt
Wasser

1 große Gemüsezwiebel
Schnittlauch nach Gusto
1 EL Sonnenblumenöl
3 EL Weißweinessig
Salz
Pfeffer aus der Mühle

1 Bund Radieschen
Laugenbrezen


Zubereitung:
Voraussetzung ist ein schönes Stück Fleisch vom Rind, im besten Fall einen Tafelspitz.
Und jetzt kommt das Wichtigste: Meine Oma hat immer gesagt: "Madl, du musst dich entscheiden, ob du eine gute Rindssuppe oder ein gutes Tellerfleisch haben willst." Ist klar, wenn alle Aromen vom Fleisch in die Suppe gehen sollen, wird diese kalt aufgesetzt. Hier legen wir aber unser Augenmerk aufs Fleisch und deshalb:
Die Zwiebel samt Schale mit der Schnittfläche nach unten in den heißen Topf legen und anrösten (das  gibt Farbe und Röstaromen). Gemüse waschen, putzen und in grobe Stücke schneiden. Mit in den Topf geben, 2 Liter Wasser dazu, ca. 2 Esslöffel grobes Salz , ein Lorbeerblatt und ein paar weiße Pfefferkörner. Sobald es anfängt zu kochen kommt das Fleisch dazu. Jetzt etwa zwei Stunden vor sich hin simmern lassen, bis das Fleisch schön weich ist. (Es soll nicht sprudelnd kochen, nur leicht köcheln.)

Das Fleisch heraus nehmen, abkühlen lassen und in Scheiben schneiden. Gerne auch in ganz dünne, aber hier war das Fleisch so mürbe, dass es da zerfallen wäre. Auf einem Teller anrichten. Die Gemüsezwiebel schälen, in feine Ringe schneiden und diese auf dem Fleisch verteilen. 
Öl, Essig, eine Prise Salz und etwas schwarzen Pfeffer aus der Mühle miteinander verrühren und darüber geben. 
Schnittlauch schneiden und darauf verteilen. Schon ist ein schmackhaftes klassisches Sommergericht aus dem Alpenraum zubereitet. Dazu haben wir Radieschen und resche Laugenbrezen gegessen.

Und natürlich wird die Brühe nicht weggeschmissen, sondern abgesiebt und dann zum Aufgießen für Risotto oder Saucen verwendet. Hält sich im Kühlschrank mindestens eine Woche, im Gefrierfach mehrere Monate.



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Schönes Wochenende,



Eure Kebo






Mein Beitrag zum Foodevent: "World Wide Summerfood", Sommerklassiker aus aller Welt, von Zorra und Birgit.

Blog-Event CXXXIII - World Wide Summerfood (Einsendeschluss 15. August 2017)
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Samstag, 5. November 2016

Südtiroler Kastanienherzen... ein Herbstdessert...

Südtiroler Kastanienherzen, eine Spezialität aus meiner Heimat Südtirol, das Rezept von dem Sonntagssüß gibt es auf dem Südtiroler Food- und Lifestyleblog kebo homing, Foodstyling and photography



Eigentlich wäre ich ja heute in Bielefeld bei meinen Lieblingsblogger-Mädels, eigentlich! Aber leider kam was dazwischen und so bin ich hier zu Hause und traurig darüber... 
Zum Trost gibt es heute Kastanienherzen, einen absoluten Herbstklassiker aus meiner Heimat Südtirol, den man bei nahezu jedem Konditor um diese Jahreszeit bekommt. Ich wollte diese Spezialität endlich auch mal ausprobieren und habe eine Bekannte, die mal Konditorin gelernt hat, nach dem Rezept gefragt. Bekommen habe ich eine schnelle mündliche Anleitung am Telefon, da gaaaanz einfach. 




Na gut, ich hab es probiert und ich muss sagen, die mit Alkohol schmecken hervorragend, die der Kinder, bei denen ich den Alkohol weggelassen habe, sind etwas trocken, da müsste ich mir das nächste Mal eine Alternative zum Likör überlegen.


Südtiroler Kastanienherzen, eine Spezialität aus meiner Heimat Südtirol, das Rezept von dem Sonntagssüß gibt es auf dem Südtiroler Food- und Lifestyleblog kebo homing, Foodstyling and photography



Kastanienherzen

Zutaten:
(für 6 größere bzw. 8 kleine)

400 gr. Edelkastanien
100 gr. Puderzucker
1 bis 2 Esslöffel Orangenlikör (manche verwenden auch Rum)
150 gr. dunkle Schokolade (mind. 60%)
150 ml Schlagsahne

Zubereitung:
Die Kastanien einritzen und weich dämpfen (ich habe sie im Dampfgarer bei 100 Grad/100 % Dampf 35 Minuten gegart). Dann noch heiß schälen und durch die Kartoffelpresse drücken.
Man könnte zwei Esslöffel vom "Kastanienreis" zur Seite legen und zum Schluss als Garnitur auf die Sahnehaube geben. Wird hier in Südtirol von manchen so gemacht, ich finde es aber ohne schöner.

Der "Kastanienreis" wird nun mit dem Puderzucker und dem Orangenlikör vermengt, bis eine formbare Masse entsteht. Nun die "Herzen" formen. Ok, an der Form könnte man noch etwas arbeiten. Dann erkalten lassen. 

Inzwischen die Schokolade sanft im Wasserbad schmelzen, die Kastanienherzen darin eintunken und damit überziehen. Am besten schon in die Papierförmchen einlegen. Nun die Schokoladeglasur fest werden lassen und inzwischen die Schlagsahne kalt aus dem Kühlschrank steif schlagen. Am oberen Teil aufdressieren.

Sie schmecken sehr intensiv nach Kastanie, dazu die Schokolade und die Sahne, eine kleine leckere Kalorienbombe :-)


Südtiroler Kastanienherzen, eine Spezialität aus meiner Heimat Südtirol, das Rezept von dem Sonntagssüß gibt es auf dem Südtiroler Food- und Lifestyleblog kebo homing, Foodstyling and photography


Das wäre doch was zum morgigen Sonntagskaffee, einfach nachmachen!

Eure Kebo 

Sonntag, 22. Mai 2016

Alpenküche bei 1 x umrühren aka Kochtopf und ich darf assistieren... Serviettenknödel mit Vogerlsalat und knusprigen Speckwürfeln

Event zusammen mit 1 x umrühren aka Kochtopf und kebo homing... Alpenküche, Serviettenknödel mit Südtiroler Speck und Vogerlsalat, Rezept beim Südtiroler Food- und Lifestyleblog kebo homing, Foodstyling und Fotografie


1 x umrühren bitte aka Kochtopf ... einer der ältesten deutschen Foodblogs um den man einfach nicht herum kommt, wenn man sich in der deutschsprachigen Foodbloggerszene umsieht. Zorra veranstaltet regelmäßig zusammen mit kleineren Foodblogs Events und diesmal habe ich das Glück, mit dabei sein zu dürfen, sozusagen als Co-Gastgeberin. Da Zorra aus der Schweiz stammt und ich ja wie ihr wisst aus Südtirol war für mich sofort klar, welches Thema ich wählen würde, als sie mich fragte: Alpenküche! Und selbstverständlich möchte ich auch mit einem Beitrag am Event Alpenküche teilnehmen.

Event zusammen mit 1 x umrühren aka Kochtopf und kebo homing... Alpenküche, Serviettenknödel mit Südtiroler Speck und Vogerlsalat, Rezept beim Südtiroler Food- und Lifestyleblog kebo homing, Foodstyling und Fotografie


Serviettenknödel mit Vogerlsalat und knusprigen Speckwürfeln

Zutaten:
für die Serviettenknödel:
(für ca. 6 Personen)
300 gr. Knödelbrot 
1 Zwiebel
1 halber Bund Petersilie
50 gr. Butter
5 Eier
300 ml Milch
3 Eßl. Mehl
Salz 


Butter zum Anbraten

Feldsalat

200 gr. Südtiroler Speck

für das Dressing:
6 Eßl. Sonnenblumenöl
3 Eßl. Weißweinessig
1 Teel. Estragonsenf
1 Eßl. kaltes Wasser
Salz, Pfeffer aus der Mühle

frischen Schnittlauch


Zubereitung: 
Das Knödelbrot (mindestens zwei Tage altes Weißbrot in maximal Zentimetergroße Würfel geschnitten) in eine große Schüssel geben. Die Zwiebel schälen, in feinste Würfel schneiden und in Butter an dünsten. Zu den Brotwürfeln geben. Handwarme Milch mit den Eiern verrühren und ebenfalls dazu geben. Dann noch Mehl, eine gute Prise Salz und die feingehackte Petersilie dazu und alles miteinander vermengen. Am besten mit den Händen, dann hat man ein Gefühl, für die Konsistenz der Masse. Mit einem Küchentuch abdecken und mindestens eine Viertel Stunde ziehen lassen. Die Masse sollte nicht zu weich und nicht zu trocken sein. Das hängt immer davon ab, wie trocken das Knödelbrot ist. Eventuell noch etwas Milch dazu geben.

Alufolie auslegen und ausbuttern, und mit der Hälfte der Brotmasse eine etwa 30 cm lange Wurst formen. Die Masse reicht für 2 Stück.  In die Folie einrollen und wie ein Bonbon links und rechts zudrehen. Anschließend auch noch in Klarsichtfolie wickeln, für die bessere Stabilität. (Man könnte natürlich auch je ein Baumwoll- oder Leinenküchentuch nehmen und dann links und rechts mit Küchengarn abbinden, bzw. mit einer großen Stoffserviette, deshalb der Name "Serviettenknödel".) Ich mach dann mit einem Spieß noch Löcher rein und gebe die zwei "Bonbons" bei 100 Grad und 100 % Luftfeuchte in den Dampfgarer.
Alternativ könnt Ihr sie auch, wenn kein Dampfgarer vorhanden, zirka 20 Minuten im Salzwasser köcheln lassen.

Inzwischen den Vogerlsalat (Feldsalat) waschen, trockenschleudern und den Wurzelansatz abzwicken.

Für das Dressing alle Zutaten in ein Schraubglas geben und durchschütteln.

Den Speck (Schwarte entfernen) in kleine Würfel schneiden und in der  Pfanne anbraten.

Den Schnittlauch waschen und schneiden.

Die Serviettenknödel herausnehmen, in dicke Scheiben schneiden und in einer Pfanne in gebräunter Butter kurz anbraten.

Salat mit dem Dressing mischen.

Auf einem Teller Serviettenknödel anrichten, Schnittlauch darüber streuen, Salat dazu und die knusprigen Speckwürfel.


Event zusammen mit 1 x umrühren aka Kochtopf und kebo homing... Alpenküche, Serviettenknödel mit Südtiroler Speck und Vogerlsalat, Rezept beim Südtiroler Food- und Lifestyleblog kebo homing, Foodstyling und Fotografie


Wenn ihr auch mitmachen möchtet, dann findet ihr alle Infos bei Zorra: Kochtopf Event Alpenküche

Und noch mehr Rezepte aus der Alpenregion wie Schlitzkrapfen, Rippelen,  Kasknödl, Kniakiachl und Tschutsch habe ich hier für euch: <klick>


Blog-Event CXX - Alpenkueche (Einsendeschluss 15. Juni 2016)


Schönen sonnigen Sonntag und vergesst nicht, die kleinen Dinge des Lebens zu genießen,

Eure Kebo

Montag, 2. November 2015

Südtiroler Spezialität... Kasknödl oder Käseknödel...


Eine Südtiroler Spezialität Kasknödl bzw. Käseknödel ein Rezept vom Südtiroler Foodblog kebo homing, Foodstyling und Fotografie


...die man ja eigentlich noch besser als Nocken kennt und so hatte ich sie auch geplant, aber dann wollte mir mein Mini beim Knödel machen helfen und so wurden es kleine Kasknöderl... Mein kleiner Mann kann das übrigens besser wie ich, er macht zwei auf einmal und dreht die runden Kugeln auf dem Brett.

Jene, die mir bei Instagram folgen haben ja schon das "Vorher-Bild" gesehen (ja, ich habe mich nun doch entschlossen, nach ewigem Hin- und Her überlegen "Typisch Waage eben ;-)"  einen Account zu öffnen <klick>) und hier ist nun das Rezept...


Eine Südtiroler Spezialität Kasknödl bzw. Käseknödel ein Rezept vom Südtiroler Foodblog kebo homing, Foodstyling und Fotografie


Kasknödl oder Käseknödel mit Parmesankäse und brauner Butter

Zutaten:
(für ca. 16 kleine Knödel oder Nocken)
350 gr. Knödelbrot
100 gr. Zwiebel feinwürfelig geschnitten
1 Eßl. Butter
ca. 200 ml Milch
4 Eier
250 gr. gschmackigen Käse
(ich habe einen noch jungen Pustertaler Bergkäse genommen)
frischen Schnittlauch
(oder wie ich heute mal alternativ genommen haben Zitronenthymian)
Salz und Pfeffer aus der Mühle

100 gr. Butter
etwa 100 gr. Parmesankäse gerieben

Zubereitung:
Das würfelig geschnittene Knödelbrot in eine Schüssel geben.
Die Zwiebelwürfel in Butter andünsten bis sie leicht Farbe kriegen und zum Knödelbrot dazu geben. Den Käse ebenfalls in Würfel schneiden und mit Salz, Pfeffer und Kräutern  über das Knödelbrot geben. Die Eier mit der Milch verrühren und dann alles gut miteinander vermengen, eventuell noch etwas Milch dazu geben, bis eine teigige Masse entsteht. Nicht zu viel, erst den Teig mindestens eine Viertel Stunde ziehen lassen und dann gegebenenfalls noch ein klein wenig Milch nachgeben.
Nun die Knödel oder Nocken mit nassen Händen formen und je nach dem oder in leicht siedendem Salzwasser ziehen lassen, oder wie ich es gern mache, im Dampfgarer 100%/100 Grad etwa 12 bis 15 Minuten gar werden lassen.
Inzwischen den Teller erwärmen, die Butter schmelzen und leicht braun werden lassen und den Parmesan reiben.
Knödel darauf anrichten, mit Parmesan bestreuen und mit der heißen Butter abschmelzen.

So einfach und so gut! Wir haben einen Krautsalat mit frisch gemörserten Kümmel dazu gegessen <klick>

Für Knödelliebhaber habe ich noch mehr Knödelrezepte:


Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche, 

Kebo

Montag, 12. Oktober 2015

Hirtentaschen... mit dem blitzschnell selbstgemachten Quarkblätterteig...

Blitzschnell gemachter Blätterteig... mit Sauerkraut gefüllte Hirtentaschen, ein deftiges Rezept aus dem Alpenraum vom Südtiroler Foodblog kebo homing, Rezept, Foodstyling, Fotografie...

Foodblogevent Thema Teigtaschen. Ich denke nach. Im ersten Moment denke ich an selbstgemachte Ravioli, vielleicht saisonal gefüllt mit Kürbis... aber dann erinnere ich mich an eine Mahlzeit auf einer Südtiroler Berghütte, schon ewig her... und da steht mein Entschluss fest, Hirtentaschen werde ich machen. Ich kann mich noch an Optik und Geschmack erinnern. Es könnte ein Topfen- bzw. Quarkblätterteig gewesen sein... Sauerkraut, Speckwürfel und Kräuter. Bei den Kräutern muss ich mal schauen, mein Beet hat ja einiges zu bieten....

Blitzschnell gemachter Blätterteig... mit Sauerkraut gefüllte Hirtentaschen, ein deftiges Rezept aus dem Alpenraum vom Südtiroler Foodblog kebo homing, Rezept, Foodstyling, Fotografie...


Hirtentaschen gefüllt mit deftigem Sauerkraut, 
angerichtet auf Feldsalat mit Ziegenfrischkäsecreme...

Zutaten:
(für ca. 8 Hirtentaschen)
für den selbstgemachten Blitz-Quarkblätterteig
250 gr. Mehl
250 gr. Butter
250 gr. Magerquark
1 Prise Salz

für die Füllung:
500 gr. Sauerkraut
100 gr. Bauchspeck
100 gr. aromatischen Bergkäse
Bergthymian
Bohnenkraut
1 kleine Knoblauchzehe
1 Teel. Rapsöl
frischen Pfeffer aus der Mühle

für die Garnitur:
etwas Ziegenfrischkäse
100 gr. ungesüßten Naturjoghurt
evt. Salz zum abschmecken
Feldsalat

Zubereitung:
Die Butter schneide ich in große Würfel und lege sie für mindestens eine halbe Stunde ins Gefrierfach.
Bauchspeck von der Schwarte befreien und in kleine Würfel schneiden.
Knoblauch schälen und feinst wiegen, in etwas Öl andünsten, anschließend Speckwürfel dazu geben und glasig werden lassen, dann das Sauerkraut dazu geben und dünsten lassen.

Für den Teig Mehl, Quark, eine Prise Salz und die eiskalte Butter am besten mit dem Messer durchhacken und dann mit den Händen zügig zu einem glatten Teig verarbeiten. Diesen im Kühlschrank in Klarsichtfolie eingewickelt mindestens 30 Minuten ruhen lassen.

Inzwischen das Sauerkraut mit den Kräutern abschmecken, den frischen Bergthymian dazu geben und das fein geschnittene Bohnenkraut untermengen. Kraut abkühlen lassen. 
Dann den Bergkäse (Schnittkäse) in Würfel schneiden und unter das erkaltete Kraut mischen.
Mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer verfeinern.

Den Ziegenfrischkäse mit ungesüßtem Naturjoghurt mischen und eventuell noch etwas salzen (hängt von der Intensität des Ziegenfrischkäse ab).


Backrohr auf 180 Grad Umluft vorheizen.
Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig ca. 0,5 cm dick ausrollen. 8 gleich große Rechtecke schneiden. Darauf die Krautmasse verteilen, die Rechtecke zusammenklappen und mit einer Gabel den Rand zusammendrücken. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Ein Eigelb verquirlen und die Hirtentaschen damit bestreichen. Im vorgeheizten Backrohr schön goldbraun backen (ca. 20 bis 25 Minuten).

Salat waschen, trocken schleudern, auf einem Teller mittig häufeln, rundum etwas von der Ziegenfrischkäsecreme verteilen und mittig die Hirtentasche. Ein typisches deftiges Rezept aus den Alpen.

Diesen "falschen" Blätterteig kann man selbstverständlich auch süß füllen :-)

Blitzschnell gemachter Blätterteig... mit Sauerkraut gefüllte Hirtentaschen, ein deftiges Rezept aus dem Alpenraum vom Südtiroler Foodblog kebo homing, Rezept, Foodstyling, Fotografie...

Und diese zwei schicke ich zu Susanne und Zora's Event "Teigtaschen".


Sonntag, 29. März 2015

Bauernrippelen... oder Essen wie bei der Uroma... Südtiroler Spezialität


Essen wie bei Uroma und Oma... da war das ein Festessen, denn Fleisch gab es, wenn überhaupt ganz selten und da oft nur für den Opa und die Buben... Die Mädchen haben einen "Plent mit Soß", also Polenta mit Sauce gekriegt.


Da meine Eltern beide Gastronomen sind und im Sommer viel Arbeit und wenig Zeit hatten, war Urlaub damals ein paar Tage bei der Oma zu verbringen. Und deshalb ist mir sofort, als ich von dem Blogevent bei "Bushcooks Kitchen" gehört habe, Omas Reindl (Bräter) und Essen bei der Oma eingefallen. Klar war ich später, als ich schon "groß" war oft und in verschiedenen Ländern in Urlaub, aber da dies mein erster Gedanke bei "Souvenirs in der Küche" war, habe ich mich entschlossen auch das zu kochen.


Bauernrippelen mit Plent und Krautsalat

Zutaten:
(für 4 Personen)
800 gr. Schweinerippen
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
3 Karotten
1 Stange Sellerie
gemörserten Kümmel, Salz, Pfeffer
Rosmarin
etwas Öl zum Anbraten
1/2 Liter Brühe zum angießen


Zubereitung:
Die Rippelen mit Salz, Pfeffer und gemörsertem Kümmel einreiben und im heißen Öl anbraten. Das gewaschene und in grobe Stücke geschnittene Röstgemüse dazugeben und mitraten. Mit Brühe angießen. (Man könnte auch vorher mit Rotwein ablöschen). Einen frischen Zweig Rosmarin mit in den Bräter legen und im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad schön vor sich hin schmoren lassen (mindestens eine Stunde).
Dann die Rippchen raus nehmen und inzwischen im Backrohr warm stellen. Die Sauce kann man nun wahlweise einfach abseihen und man hat eine unheimlich aromatische klare Sauce, oder, wie ich in diesem Fall gemacht habe, den Rosmarin raus fischen und wenn man mag auch noch ein paar Karottenscheiben und alles andere fein pürieren. Dann hat man eine sehr gehaltvolle sämige Sauce, die so hervorragend zur Polenta schmeckt.
Dazu habe ich Polenta und Krautsalat gemacht. Die Rezepte dafür habe ich hier und hier.


Nicht nur mit dem Gericht, vor allen Dingen auch mit dem Souvenir, das mir meine Oma vermacht hat, nämlich Ihrem alten Bräter... damit möchte ich bei Dorothées schönem Event teilnehmen.

Schönen Sonntag Abend noch,

Eure Kebo


4. Geburtstags-Blog-Event - Souvenirs in der Küche

Sonntag, 15. Februar 2015

Typisch für... Fasching, Karneval... das monatliche Blogevent bei kebo homing... heute Kniakiachl


... geht in die nächste Runde... und obwohl bekennender Verkleidungsmuffel, Fasching bzw. Karneval  hat ja auch schöne Seiten, für mich z.B. kulinarische... ich liebe Berliner, Faschingskrapfen oder wie sie auch immer heißen...
...deshalb bin ich ja schon gespannt, was Ihr Euch diesmal habt einfallen lassen. Im Januar war ich ja platt, ob der regen Beteiligung und fand es so klasse, die Ecke wo Ihr lebt kulturell, kulinarisch oder eben auch Eurer Sicht besser kennen zu lernen. Ihr ward so kreativ, so einfallsreich... super eben!!!! 




Bei mir gibt es heute eine absolute Kindheitserinnerung... die hat meine Mama immer gemacht (und macht sie heute noch), ein typisches Südtiroler Schmalzgebäck: Kniakiachl. Die gibt es nicht nur in Südtirol, sondern im ganzen Alpenraum, aber sie heißen unterschiedlich. Und man isst sie unterschiedlich, bei uns immer mit viiiiieeeel Puderzucker und wer mag mit leckerer selbstgemachter Marmelade in der Mulde... andernorts auch mit Sauerkraut o.ä.



Hier die Variante mit selbstgemachter Himbeermarmelade, so kriegt der Krapfen eine fruchtig frische Note:



 Und nun die Zubereitung:

Kniakiachl... 

eine Südtiroler Spezialität... bei mir zu Hause typisch für Fasching 

Zutaten:
(für ca. ein Dutzend Kiachl)
Für den Hefeteig:
500 gr. Mehl
1 Würfel Hefe (40 gr.)
2 Eßl. Zucker
1 Prise Salz 
1/4 l lauwarme Milch
2 Eier
50 gr. weiche Butter
1 Schuss Rum oder Schnaps
Fett zum rausbacken
Puderzucker und Marmelade zum Servieren



Zubereitung:
Den Hefeteig habe ich ganz klassisch mit "Dampfl" zubereitet:
Alle Zutaten für den Hefeteig sollten Zimmertemperatur haben, die Milch lauwarm sein.
Mehl in die Rührschüssel geben, mittig eine Mulde reindrücken, die zerbröckelte Hefe, Zucker und Milch hineingeben, etwas rühren, bis sich die Hefe auflöst, mit Mehl bestäuben und diesen Vorteig an einem warmen Ort zirka eine Viertel Stunde gehen lassen (bis der Vorteig bzw. das Dampfl Bläschen bildet). Dann restliche Zutaten dazugeben und mit der KitchenAid den Teig schlagen, bis er Blasen wirft. Dann erneut den Teig abgedeckt "gehen lassen", bis er etwas das Doppelte seines Volumens erreicht (ca. 45 Minuten). 
Etwa 12 gleich große Kugeln auf eine bemehlte Fläche geben, wieder abdecken und noch mal 20 Minuten ruhen lassen.
In einen kleinen Topf (ich backe immer einen nach dem anderen raus) Fett auf etwa 180 Grad erhitzen. (Ihr könnt auch einen Holzkochlöffel rein geben, wenn es kleine Bläschen wirft, ist es heiß genug).
Die Kugel auseinander ziehen, so dass mittig der Teig ganz dünn ist und eine dicke Wulst rundherum. So ins Fett geben. Etwa zwei Minuten schwimmend im Fett backen, dann umdrehen und weitere zwei Minuten rausbacken. Meine Oma hat immer gesagt, der Schuss Schnaps im Teig verhindert, dass die Krapfen fett ziehen. Und so ist es wohl auch, denn wenn man sie raus nimmt und auf ein Küchenkrepp legt zum abkühlen, so sollte dieses im Optimalfall trocken bleiben. Hat natürlich auch mit der optimalen Temperatur des Fetts zu tun, deshalb backe ich einen nach dem anderen, mehrere auf einmal würden die Temperatur zu schnell runter gehen lassen.
Noch warm mit Puderzucker bestreuen und mit fruchtiger Marmelade (Preiselbeeren, Himbeeren oder worauf Ihr Lust habt) füllen. Die Minis suchen sich immer die mit den größten Mulden raus, da hat am meisten Marmelade platz ;-)



Und jetzt bin ich unheimlich gespannt, was für Euch Fasching/Karneval "Typisch ist..." und freue mich schon, mir all Eure Beiträge anzusehen :-)

Alle weiteren Themen und Infos zum Event gibt es, wenn Ihr oben rechts auf den "Typisch für..."-Button in der Sidebar klickt. Und los gehts:





Donnerstag, 15. Januar 2015

Typisch für... meine Stadt... meine Region... das neue monatliche Blogevent bei kebo homing... heute Schlutzkrapfen


Südtiroler Rezept, Schlutzkrapfen, Teigtaschen, Spinat, Topfen, Quark, Typisch für...monatliches Blogevent

Ich habe eine Weile nachgedacht, was ich denn nun nehmen soll, ein typisches Rezept, eine Eigenschaft, Landschaft (wunderschöne Aufnahmen der Berge zum Beispiel), aber dann habe ich mich zum Start, zum ersten Mal, doch für ein Rezept entschieden. 


Ein Gericht, dass nicht nur meine Familie sehr gerne isst, sondern das auch wirklich typisch für Südtirol ist. Es gibt heute Schlutzer, auch Schlutzkrapfen oder Schlutzerlen genannt. Das kommt wohl daher, weil die kleinen gefüllten Teighalbmonde  in brauner Butter abgeschmolzen werden und dann recht glitschig (eben, wie man bei uns in Südtirol sagt: "schlutzig") sind. Die italienischsprachigen Südtiroler sagen dazu "Mezzelune" (übersetzt: Halbmonde), eine schöne Bezeichnung, wie ich finde. Und die Ladiner im Land sagen "Casunziei", so wurde mir von einer Bekannten berichtet. Der Unterschied zu Ravioli ist in erster Linie der, dass der Nudelteig mit Roggen- und Weizenmehl hergestellt wird. Klassisch gefüllt werden sie mit Spinat und Topfen.
Und so haben wir uns gestern an die Herstellung der kleinen Halbmonde gemacht, gemeinschaftlich, meine Minis haben den Teig durch die Nudelmaschine gedreht, meine vorbereitete Füllung aufgetan, es war eine Freude, ihnen dabei zu zusehen.


Südtiroler Rezept, Schlutzkrapfen, Teigtaschen, Spinat, Topfen, Quark, Typisch für...monatliches Blogevent

Südtiroler Schlutzkrapfen


Zutaten:
(für 4 bis 6 Personen, 
je nach dem ob als Vor- oder Hauptspeise)

Für den Teig:
270 gr. Roggenmehl
230 gr. Weizenmehl
2 Eier (Klasse L)
etwa 120 ml Wasser
1 Eßl. Samenöl
eine Prise Salz

Für die Füllung:
500 gr. frischen Spinat
1 Eßl. Butter
1/2 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
250 gr. Topfen (Quark)
1 Eßl. geriebenen Hartkäse
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Butter zum Abschmelzen
geriebenen Hartkäse oder Parmesan
frischen Schnittlauch

Zubereitung:
Roggen- und Weizenmehl auf ein Brett geben, salzen, in die Mitte eine Mulde machen, die aufgeschlagenen frischen Eier in die Mulde und am besten mit den Händen Eier mit Mehl mischen und dann gut durchkneten. Der Teig ist optimal verknetet wenn nichts mehr klebt. Ist er zu fest evtuell noch ein klein wenig Wasser dazu geben. Mit einem Tuch abgedeckt 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Inzwischen den Spinat waschen, in einer Pfanne "zusammenfallen" lassen, herausnehmen und klein hacken.
Zwiebel und Knoblauch schälen und in feinste Würfel schneiden. In etwas Butter andünsten, Spinat dazu geben, mit etwas frisch geriebener Muskatnuss, Salz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken. Dann unter den etwas abgekühlten Spinat den Topfen einrühren.
Teig mit der Nudelmaschine schön dünn ausrollen (ist ein wenig schwieriger, als beim klassischen Nudelteig, aber es geht), je etwa einen Teelöffel Spinatmasse drauf geben, Ränder mit Wasser einstreichen, umklappen und mit einem runden Ausstecher Halbmonde ausstechen. Diese ganz kurz in Salzwasser einmal aufwallen lassen, in einer Pfanne mit gebräunter Butter abschwenken, mit Schnittlauch und geriebenem Käse bestreuen und sich schmecken lassen. 


Südtiroler Rezept, Schlutzkrapfen, Teigtaschen, Spinat, Topfen, Quark, Typisch für...monatliches Blogevent

Und jetzt bin ich unheimlich gespannt, was für Eure Region bzw. Stadt "Typisch ist..." und freue mich schon, mir all Eure Beiträge anzusehen. Einfach unten den blauen Button mit dem Frosch anklicken und in die Linkliste eintragen :-) (Ihr habt noch Zeit bis zum 22.01.) und bei den anderen Blogs reinschauen, es ist wie eine kleine Reise durch Deutschland...


"Schian, dass es mit mochts, i frei mi volle... winsch enk an feinen Tog und net die schian kluanen Dinge von Leben vergessn..." 
(ums mal auf Südtirolerisch zu sagen :-)



UM ALLE GESAMMELTEN BEITRÄGE ANZUSEHEN, EINFACH AUF DEN BLAUEN FROSCH KLICKEN: